Wie Coaching dabei helfen kann Stress, Burnout & Boreout vorzubeugen
- Uprising Coaching
- vor 6 Tagen
- 11 Min. Lesezeit
„Das geht schon noch. So schlimm ist es ja gar nicht.“
Diese Sätze habe ich mir früher selbst immer wieder gesagt.
Bestimmt kennst du solche Tage …
Der Wecker klingelt und eigentlich bist du schon erschöpft, bevor der Tag überhaupt begonnen hat. Während du dich fertig machst, kreisen deine Gedanken bereits um deine To-do-Liste und du fühlst dich schon am Morgen gestresst.
Auf dem Weg zur Arbeit beantwortest du noch schnell Nachrichten. Im Büro reiht sich ein Termin an den nächsten, gegessen wird zwischendrin schnell am Schreibtisch und nach Feierabend warten dann noch Sport, Haushalt, Freunde, Hobbys, Familie oder andere Verpflichtungen.
Und selbst wenn du all das dann geschafft hast und du zur Ruhe kommen könntest, gelingt es dir nicht abzuschalten. Deine Gedanken kreisen permanent. Du bist emotionaler und gereizter als sonst. Kleinigkeiten bringen dich aus der Fassung. Du schläfst schlecht, bist ständig müde und hast das Gefühl, nur noch zu funktionieren.
Trotzdem sagst du dir immer wieder:
„Das wird schon wieder. Ist bestimmt nur eine Phase. Ich muss einfach noch ein bisschen durchhalten.“
Viele von uns glauben, Stress gehöre einfach zum Leben dazu. Dass man sich nicht so „anstellen“ darf, sondern belastbar sein müsse. Dass es irgendwann wieder ruhiger wird und sich der Stress und Druck von alleine löst.
Doch genau darin liegt oft das Problem.
Wenn wir dauerhaft nur noch funktionieren, verlieren wir häufig irgendwann den Kontakt zu uns selbst. Wir nehmen unsere eigenen Bedürfnisse weniger wahr, ignorieren Warnsignale und machen einfach weiter. Wir merken oft erst viel zu spät, dass wir schon zu lange über unsere eigenen Grenzen gegangen sind.
Meine eigene Erfahrung: Ich habe funktioniert bis ich nicht mehr konnte
Mir ging es in meinem früheren Job ähnlich.
Ich habe lange Zeit einfach funktioniert. Ich wollte allem und jedem gerecht werden, habe Verantwortung übernommen, meine eigenen Bedürfnisse hintenangestellt und versucht, allen Anforderungen gerecht zu werden.
Gleichzeitig gab es da noch eine andere Seite, die ich lange Zeit nicht wirklich wahrhaben wollte: Ich hatte zunehmend das Gefühl, dass mich das, was ich beruflich machte, nicht mehr wirklich erfüllte.
Ich fragte mich immer häufiger, ob das wirklich das ist, was ich mir auf Dauer für mein Leben wünsche. Die Arbeit gab mir immer weniger das Gefühl von Sinn, Erfüllung und Freude. Ich erledigte meine Aufgaben und machte weiter – aber innerlich spürte ich immer stärker, dass etwas nicht mehr zu mir passte.
Nach außen funktionierte zunächst alles. Ich hatte einen Job, Verantwortung und Aufgaben. Doch innerlich wurde die Unzufriedenheit immer größer. Ich glaube, genau diese Kombination war für mich besonders belastend: Ich hatte viel zu tun und war gleichzeitig innerlich nicht mehr erfüllt.
Heute würde ich sagen, dass ich damals sowohl Anzeichen von Überlastung als auch von fehlender Sinnhaftigkeit und Unterforderung erlebt habe. Ich war überzeugt, dass ich nur noch etwas mehr leisten, noch etwas stärker und belastbarer sein und einfach weitermachen müsste.
Doch irgendwann war ich einfach nur noch erschöpft. Ich merkte, dass ich weder körperlich noch mental so weitermachen konnte. Deshalb entschied ich mich für eine Pause.
Damals dachte ich noch, dass eine Woche Krankschreibung ausreichen würde und danach wieder alles gut sein würde. Ich ging davon aus, dass ich mich einfach kurz erholen müsste und anschließend wieder weitermachen könnte wie bisher.
Dass aus dieser einen Woche eine mehrmonatige Pause werden würde und ich mich letztendlich sogar für eine Kündigung entscheiden würde, hatte ich damals überhaupt nicht auf dem Schirm.
Doch diese Zeit hat mir die Möglichkeit gegeben, innezuhalten. Zum ersten Mal seit Langem musste ich nicht einfach nur funktionieren. Ich konnte mich fragen, wie es mir eigentlich wirklich geht und was ich auf Dauer für mein Leben möchte.
Mir wurde bewusst, wie lange ich meine eigenen Grenzen überschritten und meine Bedürfnisse immer wieder hintenangestellt hatte. Aber ich erkannte auch, dass ich mich beruflich in einer Situation befand, die für mich auf Dauer nicht mehr stimmig war. Ich wollte nicht einfach nur funktionieren. Ich wollte einer Tätigkeit nachgehen, die mich erfüllt, die zu mir passt und bei der ich das Gefühl habe, etwas Sinnvolles zu tun. Diese Erkenntnis war für mich ein wichtiger Wendepunkt und letztendlich auch der Grund, warum ich mich damals für eine Kündigung entschieden habe.
Meine eigene Erfahrung war auch ein wichtiger Beweggrund dafür, mich zusätzlich im Bereich Stress- und Burnoutprävention weiterzubilden. Und genau dieses Wissen fließt heute ganz bewusst in meine Coachings ein. Denn ich möchte Menschen dabei unterstützen, ihre eigenen Stressmuster frühzeitig zu erkennen, ihre Resilienz zu stärken und gesunde Strategien zu entwickeln.
Aber auch dabei, sich selbst wieder besser zuzuhören und ehrlich hinzuschauen:
· Was erfüllt mich wirklich?
· Passt das, was ich gerade tue, noch zu mir?
· Ist das das Leben, das ich auf Dauer führen möchte?
Denn manchmal liegt die Belastung nicht nur darin, dass wir zu viel tun. Manchmal liegt sie auch darin, dass wir über lange Zeit etwas tun, das uns innerlich nicht mehr erfüllt.
Und manchmal kommen Überforderung und fehlende Erfüllung sogar gleichzeitig vor.
Man kann nach außen funktionieren, viel leisten und trotzdem innerlich spüren: So möchte ich auf Dauer nicht weitermachen.
Für mich war genau diese Erkenntnis ein wichtiger erster Schritt in Richtung Veränderung.
Stress gehört zum Alltag – aber Dauerstress sollte nicht zur Normalität werden
Termine, Verpflichtungen und hohe Erwartungen – sowohl von außen als auch an uns selbst – sorgen dafür, dass viele Menschen oft nur noch funktionieren.
Wir arbeiten Aufgaben ab. Erledigen, was erledigt werden muss. Sind für andere da. Denken an alles. Und machen weiter.
Doch wann halten wir eigentlich inne und fragen uns:
"Wie geht es mir gerade wirklich?"
Als Persönlichkeitscoach begleite ich Menschen dabei, sich selbst besser kennenzulernen, ihre eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen und nachhaltige Veränderungen in ihrem Leben umzusetzen.
Dabei geht es nicht darum, Stress vollständig aus dem Leben zu verbannen. Das wäre weder möglich noch sinnvoll. Stress kann uns auch aktivieren, motivieren und dabei helfen, Herausforderungen zu bewältigen. Entscheidend ist vielmehr, wie wir mit Belastungen umgehen, wie lange sie andauern und welche Ressourcen uns zur Verfügung stehen.
Eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Stressprävention ist deshalb, die eigenen Belastungsgrenzen frühzeitig wahrzunehmen. Nicht erst dann, wenn gar nichts mehr geht. Sondern möglichst schon vorher.
Was ist Stress überhaupt?
Stress entsteht nicht allein durch äußere Belastungen.
Zwei Menschen können dieselbe Situation erleben – der eine empfindet sie als motivierende Herausforderung, der andere als enorme Überforderung. Stress entsteht aus dem Zusammenspiel zwischen äußeren Anforderungen und unserer persönlichen Bewertung der Situation.
Deshalb reicht es oft nicht aus, lediglich die äußeren Umstände verändern zu wollen.
Natürlich können bestimmte Belastungen reduziert oder verändert werden. Gleichzeitig ist es häufig genauso wichtig, die eigenen Denkweisen, Verhaltensmuster und inneren Überzeugungen genauer anzuschauen.
Und genau hier kann Coaching ansetzen.
Denn wenn wir verstehen, warum bestimmte Situationen uns besonders unter Druck setzen, können wir bewusster damit umgehen.
Welche Faktoren können dauerhaft Stress verursachen?
Immer wieder zeigt sich, dass hinter dauerhaftem Stress häufig tiefere Ursachen stecken als ein voller Terminkalender.
Dazu können beispielsweise gehören:
· Perfektionismus und der Anspruch, alles fehlerfrei machen zu müssen
· Schwierigkeiten, Nein zu sagen und Grenzen zu setzen
· Ein starkes Bedürfnis, für andere da zu sein & Verantwortung für alles und jeden zu übernehmen
· Hohe Erwartungen an sich selbst
· Geringes Selbstwertgefühl und ständige Selbstkritik
· Angst vor Ablehnung oder Kritik
· Konflikte im Beruf oder in der Familie
· Überforderung im Alltag
· Fehlende Balance zwischen Beruf und Privatleben
· Veränderungen wie eine Trennung oder ein Jobwechsel
· Unklare Ziele oder fehlende Orientierung
· Dauerhafte Erreichbarkeit und digitaler Stress
· Das Gefühl, immer funktionieren oder leisten zu müssen
Oft merken wir gar nicht, dass wir uns selbst zusätzlich unter Druck setzen.
Wir übernehmen Verantwortung für alles und jeden, möchten niemanden enttäuschen und stellen unsere eigenen Bedürfnisse immer wieder hinten an.
Und irgendwann wird das Funktionieren zum Normalzustand.
Auf Dauer kann genau dieses Verhalten zu chronischem Stress und einer zunehmenden Erschöpfung führen.
Burnout – wenn die eigenen Ressourcen langfristig erschöpft werden
Ein Burnout entwickelt sich nicht von heute auf morgen. Vielmehr ist es häufig ein schleichender Prozess. Viele Betroffene beschreiben rückblickend, dass sie lange Zeit „einfach nur müde“ waren. Sie glaubten, sie müssten sich nur noch etwas mehr anstrengen, noch ein bisschen durchhalten oder lediglich die nächste Woche überstehen. Sie haben weiter funktioniert. Tag für Tag. Bis irgendwann die eigenen Ressourcen immer weniger werden.
Mögliche Warnsignale können sein:
· dauerhafte Erschöpfung
· Schlafprobleme
· Konzentrationsschwierigkeiten
· Gereiztheit
· emotionale Distanz
· fehlende Motivation
· körperliche Beschwerden
· das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen
· Schwierigkeiten, sich zu erholen oder abzuschalten
Je früher solche Veränderungen wahrgenommen und ernst genommen werden, desto eher besteht die Möglichkeit, gegenzusteuern.
Burnout vorzubeugen bedeutet nicht, nie wieder Stress zu haben. Es bedeutet, frühzeitig hinzuschauen, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen und rechtzeitig etwas zu verändern.
Prävention beginnt nicht erst dann, wenn nichts mehr geht.
Boreout – wenn Unterforderung und fehlende Erfüllung langfristig belasten
Doch nicht nur zu viel Arbeit, Verantwortung und Druck können belastend sein.
Auch das Gegenteil kann langfristig unzufrieden und erschöpft machen: Boreout.
Von Boreout wird häufig gesprochen, wenn Menschen über einen längeren Zeitraum unterfordert sind, ihre Aufgaben als wenig sinnvoll erleben oder sich im Alltag dauerhaft langweilen und geistig nicht ausreichend gefordert fühlen.
Doch Boreout bedeutet nicht zwangsläufig, dass man gar nichts zu tun hat.
Man kann durchaus beschäftigt sein, viele Aufgaben haben und trotzdem das Gefühl haben, dass einen das, was man tut, nicht wirklich erfüllt. Vielleicht fehlen Herausforderungen. Vielleicht können die eigenen Fähigkeiten nicht so eingesetzt werden, wie man es sich wünschen würde. Oder es fehlt das Gefühl, mit der eigenen Arbeit etwas Sinnvolles zu bewirken.
Auf den ersten Blick klingt das vielleicht weniger belastend als Burnout.
"Wenigstens ist man dann nicht gestresst“, könnte man denken.
Doch so einfach ist es nicht.
Auch dauerhafte Unterforderung oder fehlende Sinnhaftigkeit können inneren Druck erzeugen.
Wenn wir das Gefühl haben, unsere Fähigkeiten nicht einsetzen zu können, keine Entwicklungsmöglichkeiten zu haben oder beruflich auf der Stelle zu treten, kann das langfristig zu Frustration, innerer Leere und Erschöpfung führen.
Auch hier kann das Gefühl entstehen, nur noch zu funktionieren.
Man erledigt seine Aufgaben, aber ohne echte Motivation. Die Tage ziehen sich. Die Arbeit fühlt sich nicht erfüllend an. Nach außen scheint vielleicht alles in Ordnung zu sein – doch innerlich wächst die Unzufriedenheit.
Mögliche Anzeichen können sein:
· ständige Langeweile und fehlende Herausforderung
· Antriebslosigkeit
· innere Unzufriedenheit
· das Gefühl, beruflich festzustecken
· fehlender Sinn in der eigenen Tätigkeit
· zunehmende Frustration
· Konzentrationsprobleme
· Müdigkeit und Erschöpfung
· Schwierigkeiten, sich für Aufgaben zu motivieren
· das Gefühl, trotz scheinbar geringer Belastung ständig ausgelaugt zu sein
Besonders schwierig kann es sein, dass Boreout von außen häufig nicht als ernsthafte Belastung wahrgenommen wird. Denn wer wenig zu tun hat oder nicht stark gefordert wird, bekommt möglicherweise Sätze zu hören wie: „Sei doch froh, dass du keinen Stress hast.“
Doch auch Unterforderung kann langfristig belasten.
Denn wir Menschen brauchen nicht nur Erholung. Wir brauchen auch das Gefühl, dass wir etwas bewirken, unsere Fähigkeiten einsetzen und uns weiterentwickeln können.
Warum Coaching in der Prävention so wertvoll sein kann
Coaching beschäftigt sich nicht nur mit dem, was wir im Außen verändern möchten.
Es kann auch dabei unterstützen, die eigenen Muster, Bedürfnisse und inneren Antreiber besser zu verstehen.
Gemeinsam können wir uns beispielsweise folgende Fragen anschauen:
· Welche Glaubenssätze beeinflussen mein Verhalten?
· Warum fällt es mir schwer, Grenzen zu setzen?
· Woher kommt mein hoher Leistungsanspruch?
· Warum habe ich das Gefühl, immer funktionieren zu müssen?
· Welche Werte sind mir wirklich wichtig?
· Welche Bedürfnisse ignoriere ich regelmäßig?
· Welche Verhaltensmuster wiederholen sich immer wieder?
· Was gibt mir Energie – und was raubt mir Energie?
· Wo überfordere ich mich möglicherweise selbst?
· Wo fühle ich mich dauerhaft unterfordert?
· Was fehlt mir, um mich wieder erfüllt und lebendig zu fühlen?
Durch diese Selbstreflexion entstehen häufig wertvolle Erkenntnisse.
"Veränderung beginnt dort, wo wir uns selbst besser verstehen."
Erst wenn wir erkennen, warum wir handeln, denken und reagieren, wie wir es tun, können wir bewusst neue Entscheidungen treffen.
Resilienz – die innere Widerstandskraft stärken
Ein zentraler Bestandteil der Stress- und Burnoutprävention ist die Resilienz.
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, mit Belastungen, Krisen und Veränderungen umzugehen und sich nach schwierigen Phasen wieder zu stabilisieren.
Resiliente Menschen erleben ebenfalls Stress und Krisen. Der Unterschied besteht nicht darin, dass sie nie belastet sind. Vielmehr verfügen sie über Ressourcen und Strategien, die ihnen helfen können, mit schwierigen Situationen umzugehen.
Im Coaching können wir unter anderem daran arbeiten,
· die eigenen Ressourcen bewusster wahrzunehmen,
· Selbstfürsorge im Alltag zu etablieren,
· die Selbstwirksamkeit zu stärken,
· emotionale Stabilität aufzubauen,
· Grenzen klarer zu kommunizieren,
· schwierige Situationen realistisch einzuordnen,
· neue Perspektiven zu entwickeln,
· eigene Bedürfnisse früher wahrzunehmen,
· hilfreiche Strategien für Belastungssituationen zu entwickeln.
Je besser wir uns selbst kennen und je bewusster wir unsere Ressourcen nutzen, desto besser können wir mit den Herausforderungen des Lebens umgehen.
Resilienz stärken bedeutet dabei nicht, noch belastbarer zu werden und einfach mehr auszuhalten.
Es geht auch darum, die eigenen Grenzen zu kennen, rechtzeitig Pausen zuzulassen und zu erkennen, wann Veränderung notwendig ist.
Kleine Selbstreflexion: Was raubt dir Energie – und was gibt dir Energie?
Vielleicht nimmst du dir nach dem Lesen dieses Artikels einmal fünf Minuten Zeit und hältst kurz inne. Du musst nicht sofort Antworten auf alle Fragen haben. Es geht zunächst nur darum, ehrlich hinzuschauen.
Frage dich:
· Was kostet mich aktuell besonders viel Energie?
· Welche Situationen belasten mich immer wieder?
· Wo überschreite ich regelmäßig meine eigenen Grenzen?
· Wo sage ich Ja, obwohl ich eigentlich Nein meine?
· Was schiebe ich immer wieder vor mir her?
· Wo fühle ich mich dauerhaft überfordert?
Aber auch:
· Wo fühle ich mich unterfordert oder nicht mehr erfüllt?
· Welche Aufgaben geben mir Energie und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun?
· Wann fühle ich mich wirklich lebendig und bei mir selbst?
· Was brauche ich gerade wirklich?
Vielleicht fällt dir dabei etwas auf, das du bisher immer wieder übergangen hast. Vielleicht erkennst du, dass du schon lange nur noch funktionierst. Oder du stellst fest, dass es nicht unbedingt weniger Aufgaben braucht, sondern andere Grenzen, andere Prioritäten oder mehr Raum für dich selbst.
Allein diese bewusste Selbstwahrnehmung kann ein wichtiger erster Schritt sein.
Prävention beginnt mit Selbstwahrnehmung
Viele Menschen bemerken ihre eigenen Grenzen erst sehr spät. Sie funktionieren weiter, obwohl sie längst erschöpft sind. Sie sagen Ja, obwohl sie eigentlich Nein meinen. Sie übernehmen weitere Aufgaben, obwohl ihre Energie bereits aufgebraucht ist. Oder sie bleiben in Situationen, die sie dauerhaft unterfordern und unzufrieden machen, weil sie sich selbst nicht erlauben, etwas zu verändern.
Mit der Bereitschaft, sich selbst wieder zuzuhören.
Und mit Fragen wie:
· Wie geht es mir eigentlich wirklich?
· Was brauche ich gerade?
· Was kostet mich dauerhaft Energie?
· Was gibt mir Energie?
· Wo überschreite ich meine eigenen Grenzen?
· Wo passe ich mich zu sehr an?
· Wo fühle ich mich nicht mehr gefordert oder erfüllt?
Diese Fragen können unbequem sein.
Aber sie können auch der Beginn einer wichtigen Veränderung sein.
Mein Ansatz
In meiner Arbeit steht immer der Mensch im Mittelpunkt.
Ich glaube nicht an Patentrezepte oder allgemeingültige Lösungen. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen, Bedürfnisse und Herausforderungen mit.
Deshalb ist auch jedes Coaching individuell.
Mir ist es wichtig, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem ehrlich hingeschaut werden darf – ohne Bewertung und ohne Druck. Einen Raum, in dem du dich mit deinen Gedanken, Gefühlen und Herausforderungen auseinandersetzen kannst.
Dabei geht es nicht darum, ein völlig anderer Mensch zu werden. Es geht vielmehr darum, dich selbst besser zu verstehen und herauszufinden, was du brauchst, um dein Leben langfristig so zu gestalten, dass es zu dir und deinen Bedürfnissen passt.
Vielleicht bedeutet das, Grenzen neu zu setzen.
Vielleicht bedeutet es, alte Muster zu hinterfragen.
Vielleicht bedeutet es, wieder mehr auf die eigenen Bedürfnisse zu hören.
Oder den Mut zu entwickeln, etwas zu verändern, das schon lange nicht mehr guttut.
"Echte und nachhaltige Veränderung beginnt nicht nur im Außen, sondern auch bei uns selbst."
Mein Fazit: Du musst nicht erst warten, bis nichts mehr geht
Stress wird sich niemals vollständig vermeiden lassen.
Das Leben bringt immer wieder Phasen mit sich, die herausfordernd sind. Doch auch dauerhafte Unterforderung und fehlende Sinnhaftigkeit können uns langfristig belasten.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie viel wir leisten oder wie voll unser Terminkalender ist.
Entscheidend ist auch, wie wir uns mit unserem Leben und unserem Alltag fühlen.
Persönlichkeitscoaching kann dabei unterstützen, sich selbst besser zu verstehen, belastende Muster frühzeitig zu erkennen, neue Denk- und Verhaltensweisen zu entwickeln und die eigene Resilienz nachhaltig zu stärken.
Wer lernt, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören, gesunde Grenzen zu setzen, die eigenen Ressourcen bewusst zu nutzen und regelmäßig innezuhalten, schafft eine wichtige Grundlage für mehr Gelassenheit, innere Balance und langfristiges Wohlbefinden.
Ich bin überzeugt: Prävention beginnt nicht erst dann, wenn wir erschöpft sind. Sie beginnt mit der Entscheidung, sich selbst wichtig zu nehmen und gut für sich zu sorgen.
Und manchmal beginnt sie mit einer ganz einfachen, aber ehrlichen Frage:
„Wie geht es mir eigentlich wirklich?“
Oder:
„Passt das, wie ich gerade lebe und arbeite, eigentlich noch zu mir?“
Du musst nicht erst warten, bis nichts mehr geht.
Du darfst früher innehalten.
Du darfst deine Bedürfnisse ernst nehmen.
Du darfst Grenzen setzen.
Und du darfst dir Unterstützung holen.
Genau dabei möchte ich Menschen begleiten – mit Empathie, Fachwissen und meiner eigenen Erfahrung, dass Veränderung möglich ist.
Ein wichtiger Hinweis
Coaching ersetzt keine Psychotherapie und keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Besteht bereits eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung oder ein entsprechender Verdacht, gehören Diagnostik und Behandlung in die Hände entsprechend qualifizierter Fachpersonen.
Coaching kann jedoch einen wichtigen präventiven Beitrag leisten.
Es kann Menschen dabei unterstützen, ihre Selbstwahrnehmung zu stärken, persönliche Stressmuster zu erkennen, gesunde Gewohnheiten aufzubauen, eigene Ressourcen gezielt zu fördern und frühzeitig neue Strategien im Umgang mit Belastungen zu entwickeln.
Gerade bevor Belastungen chronisch werden, kann es wertvoll sein, innezuhalten und sich bewusst mit der eigenen Situation auseinanderzusetzen.
Prävention bedeutet nicht, erst dann zu handeln, wenn nichts mehr geht.
Sie bedeutet, sich selbst frühzeitig ernst zu nehmen.
Und genau dort kann Veränderung beginnen.

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